Angriffe auf Tor: Das Netzwerk ist schlechter als gedacht

Tor ist längst zu einem Ziel für Störungs- und Zensurmaßnahmen geworden. Immer öfter wird gezielt versucht, Kommunikationsinhalte von Tor-Nutzern zu identifizieren oder diese zu enttarnen. Aber auch Denial-of-Service- (DoS) Angriffe kommen immer öfter zum Einsatz.

Die Idee, das Internet mit so viel Privatsphäre wie möglich nutzen zu können und sich vor Verfolgung und Überwachung zu schützen, war von Anfang an die Idee hinter Tor.

Online-Anonymität ist ein wertvolles Gut für Menschen in unterdrückten Ländern, um Online-Zensur zu umgehen.

Im Fokus von Bundesnachrichtendienst und NSA

Schon lange befindet sich Tor weltweit im Fokus von Geheimdiensten und Ermittlungsbehörden. Bereits 2007 konnte das Tor Netzwerk weltweit ca. 200.000 aktive Nutzer verzeichnen. Kein Wunder bei der immer weiter zunehmenden Zensur.

Obwohl Tor selbst auf seine „Schwachstellen“ von Anfang an hingewiesen hat, war man doch lange der Ansicht, dass nur staatliche Geheimdienste das Netzwerk als Ganzes überwachen und so einzelne Nutzer enttarnen könnten.

Angriffe auf einzelne Knotenpunkte sind zwischenzeitlich flexibler und billiger

Laut der von den Forschern veröffentlichten Studie sind Angriffe auf einzelne Tor-Knotenpunkte demnach eine der großen Schwachstellen des beliebten Netzwerks. Mit „nur“ 17.000 Dollar pro Monat wäre man theoretisch in der Lage, einzelne Knotenpunkte mithilfe eines Webstressers auszuschalten.

Trotzdem, egal ob wir nun Aktivisten, Journalisten oder gar Whistleblower sind, oder einfach nur andere Surfer, die viel Wert auf die Wahrung ihrer Privatsphäre im Netz legen. Auch als normalerNutzer des Internets, können wir froh sein, dass es einen Service wie Tor gibt, selbst wenn er nicht perfekt sein sollte.